Den 12ten November 1840.
Heute Morgen ging ich mit den Eingeborenen zu Dr. Harvey, um mit ihnen in seinem Boote nach der Boston-
( 045 ) insel zu fahren, indeß mußten wir [bis] zur Fluthzeit um Mittag warten. Bis zu der Zeit beschäftigte Dr. Harvey die Urbewohner mit Holzholen und später ließen wir sie etwas Reis kochen, worauf wir abfuhren. Es war nicht weit mehr vor Abend, ehe wir ankamen; doch fingen die Eingeborenen noch einige Pinguine und der Eine auch einen 6 Fuß lange Schlange. Wir schliefen die Nacht im Busch, indem wir die Eingeborenen an der andern Seite des Feuers ruhen ließen.
Den 13ten November 1840.
Mit Tagesanbruch gingen wir zu dem einzigen Menschen auf dieser Insel, aßen bei ihm Frühstück und gingen dann auf der Nordostküste der Insel entlang, wo wir einige schöne Nautilusse [Perlboote] fanden, Dr. Harvey mehrere Fischenten [Kormorane] für die Eingeborenen schoß, und sie selbst einige Pinguine auflasen. Der Tag war heiß, daher ruhten wir noch eine Weile, nachdem wir gegessen hatten und gingen, den größten Theil unter Segel, zurück. In Port Lincoln fanden wir die andren drei Urbewohner, welche wir nicht ins Boot nehmen konnten, noch an, und alle sechs schliefen noch eine Nacht bei mir.
Den 14ten November 1840. Sonnabend.
Morgens früh kamen die Eingeborenen an mein Fenster, mir andeutend, sie wollten fortgehen. Ich ließ sie bis auf zwei gehen, welche letztere ich beredete, bei
( 046 ) mir zu bleiben, allein am Nachmittag wünschten auch sie den Übrigen zu folgen, und als ich sie gegen Abend mit Gottfried ausgehen ließ, in der Hoffnung, sie dadurch von dem Gedanken des Weggehens abzubringen, waren sie davon gelaufen.
Den 15ten November 1840. Sonntag.
Im Gottesdienst las der alte Hill eine sehr eindringliche und erweckliche Predigt über die Worte. "Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme Schaden an seiner Seele" und so weiter.
Den 16ten November 1840.
Mit dem Schooner "Waterwitch" erhielt ich meinen Ponny, einige Briefe und Sachen von Br. Meyer.
Den 20ten November 1840.
Nachdem ich die vorherige Tage an die Brüder geschrieben hatte, machte ich mich heute mit Gottfried auf, die Eingeborenen aufzusuchen. Wir gingen bis zu der Quelle, die mir die Eingeborenen vor einiger Zeit zeigten, die wir
reinigten und bei der wir unser Nachtlager aufschlugen.