Den 17ten Mai [Juni] 1839.
fing mein künftiger Nachbar, Munnaitja, Wattewattitpinna an, sich ein neues Haus zu bauen. Herr Wyatt, der heute hier war, sagte, daß sein Nachfolger unmittelbar von Lord Glenelg
(94) angestellt sei und wahrscheinlich würde seine Anstellung nächsten Sonnabend veröffentlicht werden.
Überraschend und anziehend war mir die Geschicklichkeit, mit welcher Gudnaitja die Pilta abzog und ausweidete.
Den 18ten Mai [Juni] 1839.
Heute kamen wirklich die so sehr gefürchteten Verwandten und Stammgenossen der zwei Hingerichteten, von Minno Gudnaitja, Kadlitpinna begleitet, indem er ihnen entgegen gegangen war, in Piltawodlinga an. Vermocht [in die Lage versetzt] vielleicht von genanntem M. G. Kadlitpinna, ließen sie ihre beabsichtigten Zaubereien sein; doch wurde ich beim dem Versuche, sie darum zu befragen, schnell von Kadlitpinna unterbrochen und angewiesen, sie nicht zu fragen, weil er sich sehr fürchte; augenscheinlich wußte er nicht gewiß, ob sie zaubern würden, oder nicht und schwebte deshalb in ängstlicher Ungewißheit.
Abends Besuch von [den] Herren Kook und Simpson
(95).
( 84 ) Den 19ten Juni 1839.
War ich in Klemzig, wo ich mein letztes Geld ausgeben mußte.
Dein Rath, o Gott, ist wunderbar, doch fügst Du es herrlich hinaus.
Mauwitpinna sagt mir, daß Munaitjerlo nicht
Ein Mann sei, sondern mehrere, gleich mit munana mejo, so daß also die Hoffnung, ein bestimmtes allmächtiges und höchstes Wesen unter den Eingeborenen entdeckt zu haben, wieder zu Wasser geworden ist.
Teichelmann glaubt alle Zeit[form]en des Zeitwortes entdeckt zu haben.
Den 20ten Juni 1839.
Wirra Gudnuitja, Wirraitjunna fängt sein Haus an.
Den 21ten Juni 1839.
Einen dritthalb [zwei(und)einhalb] Bogen starken Bericht an meine Gesellschaft geschrieben
(96).
Inhalt:
Reise an den Murray; die von Eingeborenen begangenen zwei Mordthaten, Hinrichtung zweier Mörder, Eindruck derselben (Nurutti); Todtenklage; Untersuchungen bei einem Todesfall und Prüfung des Verdächtigen; Begräbnißweise Munana und ihre Himmelfahrt;