andere seien, soll geäußert haben: Pastor Kavel brauche nicht ihn, als einen Lutheraner von je her, sondern er müsse Kavel als einen einst Abtrünnigen wieder aufnehmen!
( 222 ) Den 26ten Januar 1840. Sonntag.
Br. Teichelmann las heute statt einer Predigt diejenigen Stücke aus den Bekenntnißschriften, welche auf die Beichte Bezug haben, wobei mehreres von der Verkehrtheit der Kavelschen öffentlichen Beichte geredet ward. Von meiner Braut eingeladen, um den Vormittag mit ihr allein zu sein, und von Herrn Fiedler zum Mittagbrot, ging ich gleich nach dem Gottesdienst nach Klemzig; allein es war so spät geworden, daß die Leute gleich nach mir aus der Kirche nach Hause kamen, und meine und Berthas Hoffnung also vereitelt wurde. Letzterer war sehr unwohl, indeß wurde es gegen Nachmittag und Abends besser mit ihr. Wir konnten während des Nachmittags wenig allein sein, und da Bertha die Abendstunde besuchen wollte und der Mond nicht mehr schien, so ging ich gleich nach dem Thee mit Herrn Bauer nach Hause. Bei Br. Teichelmann traf ich Herrn Meyer noch an, der dann mit zu mir ging.
Den 27ten Januar 1840.
Endlich heute bekam ich zwei Nummern der Perth Gazette
(195), in denen der Anfang der des Greyschen
(196) Vocabulairs enthalten ist, nachdem [ich] sie wiederholt für verloren ausgegeben hatte. --
Heute habe [ich] bei den eingeborene Kinder zum ersten Mal die gedruckten und von Br. Teichelmann aufgeklebten Buchstaben gebraucht und zu lautieren angefangen.
Den 29ten Januar 1840.
Die Lautiermethode bewährt sich bei meinen Schülern vortrefflich. Die Eingeborenen sagen mir, ich solle nicht nach Encounter Bay gehen, sie würden sich meinethalben grämen. Von Tag zu Tag mehrt sich ihre Anhänglichkeit, nicht wegen meiner Freigebigkeit, sondern meiner großen Fertigkeit der Sprache.
( 223 ) Muleakibukka*, der mir schon früher gesagt[hatte], daß er einen Mann gespeert [habe], erzählte heute, daß er dessen Frau Frau erdrosselt [habe], ein Beweis, wie grausam die Schwarzen gegen einander gewesen sein müssen, vor Ankunft der Weißen.
Den 30ten Januar 1840.
In der vergangenen Nacht entstand unter den nahe bei meinem Hause gelagerten Eingeborenen ein solcher Lärm, daß ich erwachte und aufstand. Ich fand, daß Wauwitpinna, sonst ein ruhiger Mann, außer sich war, vor Zorn über seine junge Frau und ihre Beischläfer. Er hatte sie verliehen, aber sie war weiter gebraucht worden, als seine Erlaubniß oder doch seine Erwartung ging. Er hatte nicht nur