O gebe Gott, daß meine Besorgniß falsch sei; aber Bertha, Bertha! wie konntest Du so rasch Dich ändern, wie unsere Verbindung auf ein ungewisses Entweder - Oder stellen, von dem Du noch dazu glaubst, daß es gegen uns ausfallen werde? Sage mir, worauf hast Du bisher Deine Liebe zu mir gegründet, und was konnte so schnell jenen Grund einreißen. O wie hast Du mich so tief betrübt, so herzlich traurig gemacht; komm wieder und schenke mir Dein Herz wieder, dann wird mein Herz wieder fröhlich werden.
Gott, mein Vater, laß nicht zu, daß mir mein eigen Leben, meine einzige Freude und meiner Augen Weide, laß nicht zu, daß mir meine liebe Braut entrissen werde. Amen.
Den 1ten Februar 1840.
Überwältigt von dem Eindruck von vorgestern, ward ich gleich etwas unpass, allein heute wurde mir so unwohl, daß ich nur in kurzen Zwischenräumen mit Mühe auf sein konnte; zu diesem äußeren kam nun noch das neuere Leiden, das an meiner Seele nagte, so daß mir sehr bange war. Ich rief zu dem Herrn, aber er wollte mich noch nicht hören.
Den 2ten Februar 1840.
Diesen Abend, wie ich recht klar über den Vorfall nachdachte, ward mir äußerst bange, ich griff nach der Bibel und las, was mir vorkam und fand große Beruhigung in dem Worte Davids
"Was betrübst Du Dich, meine Seele! und bist so unruhig in mir".
Den 4ten Februar 1830.