heraus zu geben. Dem zu Folge gingen wir von ihm zum Gouverneur, um seine Unterschrift zuerst zu erhalten, allein er war gerade Tags zuvor nach Port Lincoln abgereiset, so daß wir also noch 4 Wochen bis zu seiner Zurückkunft mit der Herausgabe warten müssen. Br. Teichelmann und ich fingen an, unsere Wörtersammlung zu vergleichen und für den Druck zu bereiten. Herr Hall behielt meine für Angas bestimmte Abschrift zur Durchsicht bei sich. Herr Captain Grey, dem ich unsern Entschluß mittheilte, freute sich sehr.
Bei dem Verhör eines Jünglings von den Nordmännern, der die Theilnahme an dem beabsichteten Mord an Herrn Harrocks Schäfer beschuldigt wird, war ich Dollmetscher.
Den 9ten April 1840.
Meine Bertha fand ich heute bei der Miß Pennyfeather an. Sie war verlegen bei meinem Eintritt und blieb bei der Aussage, daß unsere Wiedervereinigung unmöglich sei. Miß Pennyfeather sagte mir, während Bertha Kaffee bestellte, daß letztere mir am Montage einen Brief geschrieben habe, der mich aber nicht zu Hause getroffen [hätte]. Wie ich sie nun fragte, wie sie das ansehe, daß mich ihr Brief nicht angetroffen [habe], ob es nicht ein Wink vom Herrn sei? so meinte sie, sie wisse es nicht. Miß Pennyfeather glaubt, daß sie
Abends konnte ich nur im Vorbeigehen von Bertha Abschied nehmen, da sie gerade aus dem Kuhstalle kam, als ich ging, und sich mit ihren schmutzigen Händen entschuldigte.
Den 11ten April 1840.
Beim Verhör eines Eingeborenen vorm Magistrat war ich Dollmetscher und mußte schwören, daß ich dieses Amt
wolle gewissenhaft ausrichten, -- meinen ersten gerichtlichen Eid in meinem Leben.
Den 12ten April 1840.
Heute hielt ich die Stunde bei Br. Teichelmann, in welcher aber blos Dr. Drescher zugegen war. In Klemzig kam ich zur Confirmation zu spät, weshalb ich zwei lange Stunden einsam zubringen mußte. Bertha that sehr fremd gegen mich, wie sie aus der Kirche kam. Beim Pastor Kavel war gleich nach dem deutschen englischer Gottesdienst, in dem er seine Predigt von John Newton