weit entfernt schien. Unter solchen Umständen und uns vor einer ähnlichen als der letzten Nacht fürchtend, schlugen W. Smith und ich vor, nach einer Bay zurück zu steuern, die wir Vormittags gesehen hatten. Der dumme Franzose behauptete, es sei kein sicherer Ankerplaz in der Nähe, er habe die Bay, die wir meinten, gesehen, sie sei aber nicht sicher, und Dr. Harvey, welcher glauben machte, daß wir uns um sein Boot nicht bekümmerten und nur ans Land zu kommen wünschten, war trotz aller Vorstellung kaum zu bewegen, unserm Vorschlag nachzugeben. [Da] wir nun in der Bay waren und er den sicheren Ankerplatz sah, da wußte er gleich, daß es Driver's Bay
(093) sei, daß es ein so schöner Ankerplatz sei und so weiter. Die Eingeborenen nennen diesen Ort
Yainkabidni( 059 ) und er ist ihnen wegen seines Reichthums an Fischen bekannt und lieb, welche mit der Fluth in den Meerwasserfluß hinauf gehen, da dann die Eingeborenen eine Art Reuse machen, welche sie schließen, wenn die Ebbe eintritt und so die Fische leicht und in Menge fangen. Das Wasser in der Bay ist übrigens so schlecht, daß es mich beinahe krankmachte, man schöpft es aus einem 8 - 10 Fuß tiefen einheimischen Brunnen, der in den Sand gegraben ist. Mit meinem spärlichen Abendbrote mußten wir uns schlafen legen, indem unser Vorrath an Lebensmitteln sich seinem Ende neigte.
Den 20ten December 1840. Sonntag.
W. Smith schlug eine Ausflucht in die Umgegend vor, das ich um so eher bestimmte, als
Punalta mir schon seinen Entschluß mitgetheilt hatte, von hier zu Land zu den Seinigen zu gehen, und der anhaltend ungünstige Wind uns hinderte, wieder in See zu gehen. Die nächste Umgegend war morastig, von zwei Einflüssen aus dem Meere durchschnitten, in denen wir die Fischschleusen oder Reusen der Eingeborenen sahen und dabei herum viele Fußtritte bemerkten. Die dahinter liegenden niedrigen Hügel waren mit dichtem Gestrüpp bewachsen, das uns, keine Aussicht erstattend, wenig einladend war.
( 060 ) Den 21ten December 1840.
Noch einen langen Tag und eine langweilige Nacht mußten wir in
Yainkabidni zubringen, indem der Wind sich nicht ein Haar breit zu unsern Gunsten wenden wollte. Nachmittags gingen W. Smith und ich aus langer Weile am Strande der Bay entlang nach Norden zu, wo wir eine ziemliche Aussicht gewannen, aber nur über schlechtes, mit Gesträuch bewachsenes Land. Unser Fleisch war ganz zu Ende, daher war es uns von einiger Wichtigkeit, daß Dr. Harvey mehrere Seevögel und auch einige Enten schoß.
Den 22ten December 1840.
Diesen Morgen bemerkten wir mit Vergnügen, daß sich der Wind ein wenig zu unserer Gunst gekehrt hatte. Wie wir gefrühstückt hatten, kam ein einsamer Eingeborener, ein Mensch von etwa 20 Jahren, Namens
Kurgalta, zu uns, der anfangs etwas scheu that, aber bald Zuversicht gewonnen [hatte] und an Bord mit uns ging. Jedoch wurde er später sehr seekrank, und da er sah, daß wir immer nach Süden segelten, [wurde er] zuletzt sehr unruhig und bat mich, ihn ans Land zu setzen, was indeß vor Abend unmöglich war. Wir hatten nach Dr. Harvey's