( 51 ) Späterhin sollen ihm die Eingeborenen vorgestellt und von ihm durch einen Dollmetscher angeredet sein, was ich leider nicht abgewartet habe; bei derselben Gelegenheit hat er es den Engländern eingeschärft, den Schwarzen keine geistigen Getränke und kein böses Beispiel zu geben.
Den 18ten October 1838.
nahm ich abwesend und allein an dem Jubel theil, der heute gewiß in unserm Varterlande stattfand, zum Andenken der großen Dinge, die vor [einem] 1/4 Jahrhundert zu unserer Befreiung wirkten. Wie ich höre, hatten die Deutschen heute hier ein Fest, zum Andenken ihrer Landung auf der Känguruinsel, von welcher die meisten hieher entlaufen sind. Teichelmann ging heute zum Strande, theils um sich nach unsern Sachen
umzusehen, besonders aber um unsere Lage Seiner Excellenz vorzustellen, der noch am Strand in seinem Zelte liegt. Sehr freundlich hat er sich erboten, uns einen Wechsel auf Herrn Angas auszustellen.
Gelobet sei Gott; der uns durch diesen, seinen Diener, aus der Verlegenheit geholfen [hat].
Er gab Teichelmann den Auftrag, mir zu sagen, ich möchte doch einfältig das Evangelium verkündigen, und nicht durch meine politischen Grundsätze Blutvergießen verursachen; als wenn ich das je beabsichtigt hätte, oder als wenn das gleich folgte, wenn man das schreiende Unrecht erwähnt, das den Eingeborenen zugefügt wird.
Den 19ten October 1838.
besuchte ich Schreivogel
(64), der sich noch in einem sehr bedenklichen Zustand befand; Herr Stow, den wir heute zum 2. Mal nicht zu Hause fanden, beehrte uns heute Abend mit einem Besuch; er ist ein sehr lebhafter, und wie es scheint, gut unterrichteter Mann. Er versprach uns, in unserer Angelegenheit allen möglichen Beistand
zu leisten. Die Hitze war sehr groß, das Thermometer zeigte 28° R [35° C].
( 52 ) Den 20ten October.
Vergeblicher Gang nach dem Schiffe, indem ich nichts von unsern Sachen zu Gesicht bekommen hatte.
Den 21ten October 1838. Sonntag.
Besuch von Herrn Kleinschmidt
(65); mit ihm zur Wesleyanischen Kapelle, wo mir das Stöhnen während des Gebets widerlich [war]. Nachmittag eine Taufe bei meinem Landsmann Herrn Pfendner, wo ich gegen Abend die
Bekanntschaft der Landsleute Drebing
(66), Hoffmann
(67), Sturm
(68) und Appel
(69) machte, die unter andern den Wunsch äußerten, einen deutschen Gottesdienst zu haben.