Mitreise nach Encounter Bay, und kamen dahin, wohin ich und Krummnow gestern gekommen waren, nämlich daß er bei mir wohnen möge, und daß ich ihm für seine
( 142 ) Hülfleistung im häuslichen Unterricht ertheilen wolle, daß er aber für seinen Unterhalt selbst sorgen müsse. -- Bertha erzählte mir, daß unsere Liebe durch August's Unvorsichtigkeit allgemein bekannt geworden sei. Ich blieb die Nacht in Klemzig wegen des unfreundlichen Wetters, hatte aber leider wenig Gelegenheit, mit Bertha unter vier Augen zu reden, weil Ferdinand Kavel so spät bei Herrn Fiedler verweilte. Dieser Mangel an Unterhaltung verursachte mir große Lücke oder Leere in meinem Innern.
Den 30ten September 1839.
Herr Fiedler und Pastor Kavel wollten heute vier Timorpferde kaufen, oder vielmehr nur holen, da sie schon gekauft waren, allein es fehlte an Geld. Herr Fiedler hatte mir zugesagt, mir eines von seinen zwei Pferden nach Encounter Bay zu borgen. Herr Bauer, der mich heute Abend besuchte, erzählte mir, daß ich in jedermanns Munde sei, als der ich Herrn Fiedler's Tochter heirathen wolle. Die Nachricht sei von Hahndorf hieher gekommen und durch den Umstand noch bekräftigt, daß Herr Fiedler mich am Sonntage vor sich in den Stuhl treten lassen [wolle], was er bei keinem noch gethan.