daß sie einen guten Grund in der Grammatik der deutschen Sprache gelegt hat, als [sie] in Köpenick
(180) war. Auf dem Wege nach Klemzig fand ich einen Haufen Eingeborener von Osten, die vermuthlich aus Streitlust gekommen waren, obgleich sie es läugneten. Bei ihrem Durchzug durch Klemzig hatten sie sich nicht zum Besten benommen, indem ein Knabe meine Braut geschimpft und ein Alter dem kleinen Julius ein Ohrfeige gegeben hatte.
Den 18ten Dezember 1839.
Heute Abend hatten sich die Eingeborenen wieder schlagen wollen, indem unsere Leute die Ostmänner in ihrem Lager aufsuchten, allein die letztern hatten die beleidigten und erzürnten Männer unter ihnen fest gehalten, daß es nicht dahin kam. Abends bei Julius Drescher.
[Ein kompliziertes Kreuz, in Form des Tatzenkreuzes/Prankenkreuzes, ist hier eingefügt, vermutlich als ein Merkmal für einen Tag, „den man sich rot im Kalender ankreuzen soll“, da heute (19. Dezember) die erste Zahlung von einem Wechsel über 100 £ angekommen war.]
(Abb. 02)
Tatzen- oder Prankenkreuz
Den 19ten Dezember 1839.
Durch Herrn Dickens
(181) erhielten wir heute die erste Nummer von dem Wechsel von 100 Pfund nebst einem Briefe von
( 193 ) Herrn Angas, der eine äußerst betrübende, Br. Teichelmanns Brief vom 24ten October 1839 [1838] rügende, Sprache führt.
Als ich heute die Ostmänner besuchte, bemerkte ich den von Bertha mir beschriebenen Knaben, der sie geschimpft hatte. Er läugnete anfangs, versprach nachher aber, es nicht wieder zu thun. Den Alten, der Julius geschlagen [hatte], konnte ich nicht finden. Es ist unter diesem Stamm auch ein Mann, den die Eingeborenen
Pitta* [Gans] nennen, Namens
Kadlo Nerka*, der eine andere Sprache redet, als die hiesigen Eingeborenen und auch als die
Raminjerar*. Während ich mir Wörter von ihm sagen ließ und selbige aufschrieb, kam der mir bisher unbekannte Besitzer [George Stevenson]
(182) des Adelaide Chronicle, fragte mich, ob ich Teichelmanns College sei und gab mir nachher eine des letztern Briefs enthaltende Nummer seines Blattes mit dem Ersuchen, wenn wir was über die Sprache der Eingeborenen drucken lassen wollen, es ihm zu lassen. Hienach wäre also die größte Schwierigkeit bei Herausgabe eines Wörterbuches und einer Grammatik überwunden, nämlich die, einen Drucker zu finden.